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Was ist Anthroposophische Medizin?

Basierend auf den Ergebnissen der naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin und den geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden der Anthroposophie, entwickelten Dr. phil. Rudolf Steiner und die Ärztin Ita Wegman zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Grundlagen für die Anthroposophische Medizin.

Anthroposophische Medizin ist eine Integrative Medizin und versteht sich nicht als „Alternativmedizin“. Sie will die konventionelle ärztliche Wissenschaft nicht ersetzen, sondern ergänzen und begleiten. Als ein Teil der „Besonderen Therapierichtungen“, zu denen auch Homöopathie und Phytotherapie zählen, erweitert sie die Schulmedizin um spezielle therapeutische Methoden und Medikamente.

Fragen der Gesunderhaltung (“Salutogenese”) spielen dabei, als ein persönliches und lebenslanges Bedürfnis des Menschen, eine wichtige Rolle:

  • Was hält mich gesund ?
  • Was ermöglicht mir, gesund zu bleiben ?
  • Was ist passiert, wenn ich erkranke?

In der Anthroposophie bilden körperliches und seelisches Leben mit der Individualität des einzelnen Menschen eine Einheit, die sich wechselseitig beeinflussen. Dies in Diagnostik und Therapie zu berücksichtigen, ist eine der wesentlichen Grundlagen Anthroposophischer Medizin.

Bei der Auswahl eines anthroposophischen Arzneimittels lässt sich der Arzt oder Therapeut nicht nur von den Symptomen einer Krankheit leiten. Darüber hinaus erfasst er den Menschen in seiner Gesamtpersönlichkeit und in seinen Lebensbesonderheiten nach menschenkundlichen Gesetzmäßigkeiten. Das sind z.B. Körperbau und –sprache, Bewegungsfluss, Art des Händedrucks, Schlafverhalten, Wärme-/Kälteempfindlichkeit, Atmung, körperliche Rhythmen.

So kann, ergänzend zu dem allgemeinen Krankheitsbild, das Charakteristische des Patienten in das weitere Vorgehen einbezogen werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Patienten, die Mitarbeit des Patienten ist für den Gesundungsprozess wichtig und sinnvoll. So können die Hintergründe, die zur Erkrankung führten aufgezeigt werden, und den Patienten in die Lage versetzen die Zusammenhänge besser wahrnehmen und verstehen zu lernen. Ein notwendiger und hilfreicher Schritt zur Gesundung des Menschen: er bindet ihn ein, aktiv an seiner Genesung mitzuwirken.

Mit Hilfe von anthroposophischen Arzneimitteln kann der körpereigene Selbstheilungsprozess aktiviert, das gestörte Gleichgewicht wieder in die richtige Balance gebracht und die Abwehrkraft des Patienten gestärkt werden.

Die Wirksamkeit eines anthroposophischen Arzneimittels bemisst sich daran, ob es körperliche oder seelische Beschwerden mildern oder verschwinden lassen kann.

Wirksamkeit ist aber auch die Summe aller erwünschten Einzelwirkungen. Entscheidendes Kriterium dabei ist die Antwort des Organismus – und diese ist individuell.

Anthroposophische Medizin bietet der heutigen zwar pluralistischen, jedoch immer stärker verallgemeinernden und normierenden Gesellschaft eine mehr denn je erforderliche Medizin: differenzierte, ganzheitliche Angebote, die die Persönlichkeit des Menschen in den Mittelpunkt stellen.

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