Mariendistel – Silybum marianum

Die Mariendistel war im Altertum hauptsächlich als Gemüse bekannt und spielte als Arzneipflanze nur eine untergeordnete Rolle. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man die Wirkung auf die Leber, die durch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen im 20. Jahrhundert bestätigt wurde.

Wo kann die Mariendistel helfen?

Der Wirkstoffkomplex Silymarin aus den Mariendistelfrüchten

  • schützt die Leberzellen,
  • steigert die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen und
  • fördert das Gesunden des Lebergewebes.

Arzneimittel mit Mariendistelfrüchteextrakt unterstützend eingesetzt zur Behandlung chronisch entzündlicher Lebererkrankungen, Leberzirrhose oder durch Lebergifte, wie z.B. Alkohol, hervorgerufene Erkrankungen.

Bei Ansprechen der Therapie bessert sich das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit nimmt wieder zu. Der Appetit kommt wieder und Verdauungsprobleme lassen nach. Die Wirksamkeit des Silymarins konnte in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesen werden.

Silymarin wird durch lipophile Extraktionsmittel aus den Fruchtschale der Mariendistelsamen extrahiert, in Teezubereitungen ist dagegen kaum Silymarin enthalten. Volksmedizinisch wird Mariendistel bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.

Worauf ist unbedingt zu achten?

Bei toxischen Leberschäden ist der 1. Schritt das Vermeiden des auslösenden „Lebergifts“, außerdem aller anderen leberschädigenden Substanzen, z. B. Alkohol. Lebererkrankungen können schwer verlaufen, deshalb sollte die Behandlung von Lebererkrankungen ärztlich überwacht werden.

Nicht angewendet werden dürfen Zubereitungen aus der Mariendistel bei Überempfindlichkeit gegenüber der Mariendistel oder anderen Vertretern aus der Familie der Korbblütler.

Mariendistel im Garten und auf dem Tisch?

Unverwechselbar sind die weiß-grün-marmorierten Blätter, die mit kräftig gelben Dornen besetzt sind. Der schöne rotviolette Blütenkopf mit dem fleischigen Blütenboden (einer Artischocke ähnlich) erhebt sich bis zu 2 m Höhe. Mariendistel ist dekorativ, pflegeleicht und eignet sich als sommerliche Mehrzweckhecke gegen Wind und Eindringlinge jeder Art.

Die jungen Blätter lassen sich als Gemüse zubereiten: Blätter kleinzupfen, in Olivenöl kurz andünsten, mit Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz, Zitrone und Muskat abschmecken. Mitgedünstete Sonnenblumenkerne schmecken fein dazu.

Früher wurden auch die Wurzeln gerne gegessen. Sie schmecken nach Artischocke und lassen sich wie Schwarzwurzeln zubereiten: putzen, schälen, in Stücke schneiden und 20 Min. in Gemüsebrühe köcheln. Eine Käse-, Nuss- oder Zitronensoße passt wunderbar dazu.

Autor: HEXAL AG
Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de/

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